Was ist eine Morgenroutine?

Hass, hass, hass. Töten, töten, töten.
So oder so ähnlich beginnt für viele Menschen der Tag. Schlecht gelaunt und müde.  Dann wird noch schnell der erste Kaffee in den Kopp gekippt, unter die Dusche gesprungen, der halbe Haushalt erledigt und die Kinder fertig gemacht und dann geht’s auch schon zur Arbeit / den Kindergarten / oder in die Schule.

Durch den Rest des Tages bewegst du dich, trotz genügend Schlaf, eher wie ein Zombie aus “The Walking Dead” und eigentlich hast du eher das Gefühl, dass der Tag dich lebt und nicht andersherum. 

Das ist natürlich auch eine Art von Morgenroutine, aber von Guter Laune und Entspannung ist hier eher wenig zu spüren.

Probier doch mal etwas neues aus und schau wie es für dich funktionieren kann. 

Ein kleiner Hinweis noch: Bis sich neue Gewohnheiten eingeschliffen haben dauert es seine Zeit. Sei nicht zu ungeduldig mit dir und geb die 30-90 Tage Zeit um deine Routine fein zu schleifen und in deinen Alltag zu integrieren und du wirst sehen wie sich dein Morgen zum positiven verändern wird.

Wofür brauche ich einen Morgenroutine?

Eine Morgenroutine besteht aus mehreren Faktoren, von denen ich einige im folgenden erklären möchte, und soll dir dabei helfen deinen Morgen entspannter zu erleben und außerdem fokussierter und produktiver zu sein.

Eine Morgenroutine soll dir dabei helfen…

  • dich besser zu fühlen
  • die “Snooze”-Taste nicht mehr zu drücken 😉
  • bewusster in den Tag zu starten
  • dich weniger gestresst zu fühlen
  • Leistungsfähiger und aktiver zu sein

Eine Morgenroutine sollte für dich machbar sein, motivieren und dir Vorteile bieten. Dabei ist es völlig egal wie lang deine Morgenroutine ist. 5 Minuten sind immernoch besser als gar nichts. Und klingen realistischer als eine 90 Minuten Routine.

Tipps für deine eigene Morgenroutine?

Eine Morgenroutine sollte die folgenden Punkte berücksichtigen und beginnt bereits am Vorabend.

Tipp Nr. 1 – Guter Schlaf und Todo-Liste

In meinem Artikel Wie du deinen Schlaf verbesserst findest du viele nützliche Tipps um deinen Schlaf zu verbessern. Trotzdem behandeln wir das Thema hier nochmal in Kurzform. Du solltest versuchen zwischen 7 und 9 Stunden zu schlafen. Zu wenig Schlaf kann sich auf lange Sicht sehr negativ auf dein gesamtes Leben und deine Gesundheit auswirken. Es gibt zum Beispiel verschiedene Arten von Schlafstörungen, da wären die Einschlaf- oder Durchschlafstörungen (Insomnien).


Das kann zu folgenden Symptomen führen:

  • übermäßige Müdigkeit tagsüber
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Kopfschmerzen
  • Zähne knirschen
  • Gedächtnisprobleme
  • Essstörungen

Für diese Art von Schlafstörung gibt es verschiedene Ursachen:

  • Stress
  • schlechte Schlafbedingungen
  • verschiedene Erkrankungen
  • Medikamente / Drogen

Disclaimer: Solltest du unter Schlafstörungen leiden und halten diese längere Zeit an, solltest du auf jeden Fall deinen Hausarzt aufsuchen.

Was ich oft zu hören kriege (und du vielleicht auch selber kennst) ist, dass viele Menschen am Abend im Bett liegen und an all das denken, was sie am nächsten Tag erledigen müssen. Die meisten Menschen haben Angst wichtige Dinge zu vergessen – logisch! Da kann oft eine Art von Todo-Liste helfen. Manchen Menschen helfen diese Listen aber nicht.

Ich verwende zum Beispiel keine Todo-Liste, weil sie für mich nicht funktioniert. Ich schau da nämlich einfach nie drauf, egal wie sehr ich mir das vornehme.

Für mich funktioniert mein Google-Kalender deutlich besser.

Am Abend überprüfe ich meine Termine für den nächsten Tag und stelle Dinge die ich erledigen muss einfach als Termin ein. Das funktioniert für mich wie ein Download aus meinem Gehirn. Sobald ich es in den Kalender eingetragen habe, erlaube ich mir es aus meinem Kopf zu löschen und Platz für neues zu schaffen. In Wirklichkeit vergesse ich es aber einfach direkt 😀

Es ist gut möglich, dass die Kalender-Lösung für dich nicht funktioniert oder du anfangs Probleme hast loszulassen, aber probier es aus und finde für dich die passenden Lösung.

Tipp Nr. 2 – Die Snooze-Taste

Wer sie einmal drückt, der drückt sie auch noch ein zweites oder drittes Mal. 

Wie viele Leute kennst du, die sich mehr als einen Wecker stellen und jeden Morgen eine Stunde brauchen um aus dem Bett zu kommen?

Dieses Verhalten führt oftmals dazu, den zirkadianen Rhythmus aus dem Gleichgewicht zu bringen (hierzu mehr in meinem Artikel “Wie du deinen Schlaf verbesserst“) und sorgt dafür, dass du dich den Tag über noch müder fühlst als wenn du einfach beim ersten Klingeln aufgestanden wärst.

Ideal ist ein Wecker ohnehin nicht, aber wer hat schon den Luxus aufstehen zu können wann er will?

Trotzdem solltest du versuchen nach dem ersten Klingeln des Weckers diesen auszuschalten, dich ausgiebig zu strecken und dann das Bett zu verlassen.

Tipp Nr. 3 – Trinke Wasser

Während der Nacht verliert der Körper zwischen einem halben und zwei Liter Flüssigkeit über Atmung und Schweiß.

Um diesen Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen ist es natürlich nicht notwendig große Mengen von Wasser am Morgen nachzuladen, da aber die meisten Menschen eher dazu neigen den Tag über zu wenig zu trinken ist es eine gute Idee morgens schon mal vorzulegen.

Ein Erwachsener sollte am Tag mindestens ca. 1,5 Liter Wasser trinken, bei großer Hitze, sportlicher Aktivität und/oder Kreatin-Einnahme entsprechend mehr.

Trinke nach dem Zähneputzen ein großes Glas Wasser (ca. 0,5 Liter). Damit schlägst du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. 

Du gleichst den Flüssigkeitsverlust der Nacht aus und du verschaffst dir einen kleinen Vorsprung um die 1,5 – 2 Liter am Tag zu schaffen, denn jetzt ist ¼ davon schon erledigt.

Tipp Nr. 4 – Stilles Örtchen

Hiermit meine ich nicht das Klo, sondern du solltest dir einen Ort suchen an dem du gerne bist und an dem es ruhig ist. Idealerweise ist dieser Ort hell (vielleicht scheint hier morgens die Sonne hin) und gemütlich. 

Hier kannst du deiner Morgenroutine nachgehen. Wenn du möchtest kannst du meditieren, Sport treiben oder verschiedene Achtsamkeitsübungen durchführen.

Du kannst aber auch ein Buch oder die Zeitung lesen oder du checkst deinen Kalender und arbeitest die größte Tätigkeit auf deiner Todo Liste ab.

Wichtig ist, dass du etwas für dich tust. Und sei es nur den ersten Kaffee ganz alleine und in Ruhe zu trinken und dann die Kinder zu wecken.

Von sozialen Medien würde ich mich am Morgen noch fernhalten, da diese oftmals nur aufregen und Zeit fressen.

Tipp Nr. 5 – Frühstück

Wenn du ein Frühstücks-Mensch bist, dann ist deine Morgenroutine auch der perfekte Zeitpunkt für deine erste Mahlzeit am Tag. Bereite dir ein leckeres und gesundes Frühstück zu – z.B. mit Müsli, Obst, Soja-Joghurt, Vollkornbrot oder Brötchen mit veganem Aufstrich, Tee, Saft oder Kaffee.

tl;dr (Too long; didn’t read)

Hier die Punkte die dir helfen können deine eigene Morgenroutine zu erstellen. Natürlich gibt es noch mehr Punkte die für den ein oder anderen interessant sind, aber ich möchte dir hier helfen einen Einstieg in deine eigene Morgenroutine zu erhalten.

  • schlafe gut und verwende eine Todo-Liste
  • drücke nicht die Snooze-Taste
  • trinke Wasser
  • geh an einen stillen Ort
  • frühstücke

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